Grundsätze

Best Execution Policy der Deutsche Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH gem. § 168 Abs. 7 KAGB

Geltungsbereich / betroffene Vermögensgegenstände

Gemäß den Vorgaben des § 168 Abs. 7 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Verbindung mit Art. 27, 28 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013 (Level-II-VO) sind Kapitalverwaltungsgesellschaften verpflichtet, eine Best Excution Policy aufzustellen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um im Interesse ihrer Kunden bestmögliche Handelsergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus sind die für das jeweilige Sondervermögen vereinbarten speziellen Best Execution-Vorschriften zu beachten. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften (KAMaRisk) konkretisieren bestimmte Vorgaben der Level-II-VO, die ihrerseits auf der Richtlinie 2011/61/EU (AIFM-RL) beruht, sowie bestimmte Vorschriften des KAGB.

Sofern im Einzelnen keine vorrangig zu beachteten internen Arbeitsanweisungen vorliegen, greifen die nachfolgend dargestellten Regelungen zur Best Execution. Die Deutsche Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (Deutsche Investment) hat sich Grundsätze zur Ausführung von Aufträgen in Finanzinstrumenten (Handelsaufträge) und anderen Vermögensgegenständen (Wertpapiere) gegeben. Insbesondere betreffen diese

  • Erwerb/Verkauf von Vermögensgegenständen
  • Zinsgeschäfte (Festgelder, Bankkonten),
  • FX-Geschäfte sowie
  • Devisentermingeschäfte
  • Kreditaufnahme.

Regelung

Wenn die Deutsche Investment im Rahmen der Portfolioverwaltung Handelsentscheidungen für den verwalteten Alternativen Investmentfonds (AIF) ausführt, handelt sie im Rahmen ihrer besonderen Sorgfaltspflicht im besten Interesse der AIF oder der Anleger, der von ihnen verwalteten AIF.

Die KAMaRisk beinhalten in dem Abschnitt 4.6 Fondsmanagement Tz. 10 konkrete Vorgaben zu Geschäftsabschlüssen für das Investmentvermögen. Geschäftsabschlüsse für das Investmentvermögen zu nicht marktgerechten Bedingungen sind grundsätzlich unzulässig. Ausnahmen sind nur bei für den Anleger vorteilhaften Geschäften zulässig (z. B. bei Geschäftsabschlüssen zu vorteilhaften Preisen im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von Vermögensgegenständen). Bei Spezial-AIF können Geschäftsabschlüsse ausnahmsweise auch zu nicht marktgerechten Bedingungen erfolgen, wenn der Geschäftsabschluss mit Zustimmung aller Anleger erfolgt, sachlich begründet und dokumentiert ist.

Dazu gilt, unter Berücksichtigung des Art. 27 Level-II-VO, im Einzelnen das Nachfolgende:

Käufe oder Verkäufe von Finanzinstrumenten oder anderen Vermögenswerten, bei denen die bestmögliche Ausführung von Bedeutung ist, trifft die Deutsche Investment unter Berücksichtigung aller zum Zeitpunkt der Ordererteilung zur Verfügung stehenden Informationen zu den besten verfügbaren Bedingungen. Bei der Entscheidung über die Auswahl der Kontrahenten und deren Ausführung der Aufträge orientiert sich die Gesellschaft an bestimmten Faktoren, die für die Erzielung des bestmöglichen Ergebnisses relevant sind, darunter insbesondere:

  • Preis
  • Kosten der Auftragsausführung
  • Geschwindigkeit der Ausführung
  • Wahrscheinlichkeit der Ausführung bzw. Abwicklung
  • Abwicklung

Diese Kriterien werden in Abhängigkeit von der Art des Finanzinstruments bzw. Vermögensgegenstandes und des Handelsauftrags unterschiedlich gewichtet, um eine Auswahl der einzuschaltenden Kontrahenten zu ermöglichen. Die relative Bedeutung dieser Faktoren wird anhand folgender Kriterien bestimmt:

  • Ziele, Anlagepolitik und spezifische Risiken des verwalteten AIF, wie sie in den Vertriebsunterlagen oder gegebenenfalls in den Anlagebedingungen dargelegt sind
  • Merkmale des Auftrags
  • Merkmale der Finanzinstrumente bzw. Vermögensgegenstände und
  • Merkmale der Ausführungsplätze, an die der Auftrag weitergeleitet werden kann.

Abweichende Platzierung im Einzelfall

Aufgrund von Systemausfällen oder außergewöhnlichen Marktverhältnissen kann es in Ausnahmefällen erforderlich sein, eine Order in Abweichung von dieser Best Execution Policy zu platzieren. Die Deutsche Investment wird auch unter diesen Umständen alles daransetzen, das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erreichen.

Dokumentation und Kontrolle

Zum Nachweis der Einhaltung der Grundsätze zur Auftragsausführung findet eine laufende Dokumentation der Geschäfte statt. Zu diesem Zweck führt die Deutsche Investment ein Auftragsverzeichnis. Dieses gewährleistet, dass jedes das verwaltete AIF betreffende Geschäft nach Herkunft, Kontrahent sowie Art und Abschlusszeitpunkt und -ort rekonstruiert werden kann, vgl. § 28 Abs. 1 Nr. 6 KAGB.

Die Deutsche Investment überwacht regelmäßig die Orderausführung durch beauftragte Intermediäre. Zu diesem Zweck werden die abgewickelten Transaktionen stichprobenartig auf Übereinstimmung mit dieser Best Execution Policy untersucht. Etwaige Mängel werden beanstandet.

Überprüfung der Policy

Die Best Execution Policy wird von der Deutschen Investment regelmäßig, mindestens einmal jährlich, überprüft. Eine Überprüfung findet auch statt, wenn eine wesentliche Veränderung des Marktumfelds eintritt, die das Erzielen bestmöglicher Ergebnisse im Rahmen dieser Policy beeinträchtigen kann.