Vergütungspolitik

Einzelheiten zur aktuellen Vergütungspolitik der Deutsche Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Die Deutsche Investment unterliegt aufsichtsrechtlichen Vorgaben im Hinblick auf die Gestaltung ihres Vergütungssystems und hat für ihre Geschäftsleiter und Mitarbeiter ein Vergütungssystem erlassen, welches in einer Vergütungsrichtlinie festgelegt ist. Durch die Vergütungsrichtlinie soll eine angemessene und marktgerechte Vergütung der Leistungen der Geschäftsleiter und Mitarbeiter sichergestellt und wirksame Leistungsanreize gesetzt werden. Fehlanreize zur Eingehung übermäßiger Risiken, die nicht mit dem Risikoprofil oder den Anlagebedingungen vereinbar sind, sollen vermieden werden.

Grundlagen

Das Vergütungssystem der Deutschen Investment umfasst fixe und variable Vergütungselemente sowie monetäre und nicht-monetäre Nebenleistungen. Durch die Festlegung von Bandbreiten und Richtwerten für die Gesamtzielvergütung ist gewährleistet, dass keine signifikante Abhängigkeit von der variablen Vergütung besteht und dass ein angemessenes Verhältnis von variabler zu fixer Vergütung besteht. Die geltenden Bandbreiten und Richtwerte variieren in Abhängigkeit von der Vergütungshöhe und werden regelmäßig auf ihre Marktüblichkeit und Angemessenheit überprüft. Darüber hinaus gelten für die verschiedenen Mitarbeiter(gruppen) einheitliche maximale Obergrenzen für den Gesamtbetrag der variablen Vergütung.

Identifikation und Unterscheidung hinsichtlich Risikoträgern und Nicht-Risikoträgern

Die Vergütungssysteme der Deutschen Investment differenzieren danach, ob es sich bei dem jeweiligen Mitarbeiter um einen Risikoträger oder einen Nicht-Risikoträger handelt. Die Gesellschaft identifiziert die Risikoträger anhand der Grundsätze in § 37 Abs. 1 KAGB und den Ziffern 19 bis 22 der ESMA-Vergütungsleitlinien. Aufgrund dieser Identifikation werden folgende Mitarbeiter(gruppen) als Risikoträger eingestuft:

  • Geschäftsleiter
  • Prokuristen und Generalbevollmächtigte der Gesellschaft
  • Leiter und – nicht nur unterstützende – Mitarbeiter des Ressorts Vertrieb
  • Leiter und – nicht nur unterstützende – Mitarbeiter des Ressorts Investmentmanagement
  • Leiter und – nicht nur unterstützende – Mitarbeiter des Ressorts Fonds- und Asset Management
  • Leiter und – nicht nur unterstützende – Mitarbeiter des Ressorts Risikomanagement
  • Leiter und – nicht nur unterstützende – Mitarbeiter der Verwaltung (Stabsstellen und Querschnittsfunktionen), insbesondere der Funktionen Recht, Organisation, Personal, Interne Revision und Compliance

Die Deutsche Investment nimmt bei jedweder Änderung von Stellenbeschreibungen, Neuschaffung von Stellen und Änderung der rechtlichen Vorgaben hierzu eine erneute Einstufung der Mitarbeiter als Risikoträger oder Nicht-Risikoträger vor, mindestens jedoch einmal jährlich.

Vergütung von Nicht-Risikoträgern und Risikoträgern

Nicht-Risikoträger erhalten folgende Vergütungsbestandteile: 

  • ein angemessenes festes Grundgehalt und
  • eine variable Vergütung, die 30% der von der Deutschen Investment für diese Mitarbeitergruppe festgelegte Mindest-Festvergütung nicht überschreiten darf; diese variable Vergütung unterliegt keiner Ex-Post-Risikoanpassung und wird sofort ausgezahlt.

 

Risikoträger erhalten folgende Vergütungsbestandteile: 

  • ein angemessenes festes Grundgehalt und
  • eine variable Vergütung, die bei Mitarbeitern 50%, bei Leitern und Prokuristen 75%, bei Generalbevollmächtigten 100% und bei Geschäftsleitern 200% der von der Deutschen Investment für die jeweilige Mitarbeitergruppe festgelegte Mindest-Festvergütung nicht überschreiten darf; 60 % der variablen Vergütung werden sofort bezahlt werden, die verbleibenden 40% werden nachlaufend in drei gleichen jährlichen Raten bezahlt und unterliegen einer Ex-Post-Risikoanpassung

Einzelheiten hinsichtlich der variablen Vergütung

Der variablen Vergütung liegt insgesamt eine Bewertung sowohl der Leistung und Ergebnisse des betreffenden Mitarbeiters, seiner Abteilung und der Deutschen Investment als auch des mit den jeweiligen Aktivitäten verknüpften Risikos zugrunde. 

Die variable Vergütung wird jeweils anhand der Erfolgs- und Zielerreichung in einem einjährigen Abgrenzungszeitraum ermittelt. Die variable Vergütung wird für jeden Abgrenzungszeitraum direkt im Anschluss an diesen festgelegt. 

Die jeweiligen laufenden variablen Vergütungen der Mitarbeiter werden von den Abteilungsleitern zusammen mit der Geschäftsleitung zuerkannt, diejenigen der Abteilungsleiter durch die Geschäftsleitung und diejenigen der Geschäftsleitung durch Beschluss des Aufsichtsrats. 

Nur für Risikoträger gilt: Die ersten 60% der variablen Vergütung werden als Bonusabschlagszahlung unmittelbar im Anschluss an den Abgrenzungszeitraum geleistet. Die Leistung der zurückbehaltenen weiteren 40% der variablen Vergütung erfolgt grundsätzlich nachlaufend in drei Raten in gleicher Höhe und im Abstand von jeweils einem Jahr, wobei hinsichtlich der zurückgestellten Raten eine Ex-post-Risikoanpassungen erfolgen kann, wenn sich binnen dieses Zeitraums bei Festlegung der variablen Vergütung nicht erkannte Risiken realisieren. Diese Ex-post-Risikoanpassungen erfolgt in der Regel jedoch nur in eingeschränktem Maße, und zwar bei nachgewiesenen schwerwiegenden Fehlverhaltens des Mitarbeiters oder eines starken und hinsichtlich der Auszahlung des betreffenden variablen Vergütungsanteils erheblichen Rückgangs der finanziellen Leistung der Gesellschaft oder der von dieser verwalteten Investmentvermögen.

Die variablen Vergütungen werden bar bezahlt; die Deutsche Investment nimmt keine variablen Vergütungen in Form von Instrumenten vor.

Vergütungsausschuss

Die Deutsche Investment hat unter Anwendung Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes von der Einrichtung eines eigenen Vergütungsausschuss abgesehen.

Überprüfung des Vergütungssystems

Die Überprüfung des Vergütungssystems auf Angemessenheit und die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben erfolgt anlassbezogen, mindestens jedoch einmal jährlich von der Deutschen Investment unter Bericht an den Aufsichtsrat.